Veranstaltungsprogramm

Das Programm für die nächste Woche ist gerade online gegangen.
Wir freuen uns auf euren Besuch.

Wenn ihr eine bestimmte Veranstaltung organisieren wollt, könnt ihr das gerne bei uns tun, über Vorschläge freuen wir uns.

Kommt zum Beispiel morgen Nachmittag oder Abend vorbei und bringt Spiele mit zum Spieleabend.

Herzliche Einladung, heute, Mittwoch abend:

Wir laden wieder zum Arbeitskreis Zukunft der Grawertstraße ein , jetzt um 19:00 (auch verspätete Gäste sind gern gesehen);
und zum großen Plenum heute um 21:00.
Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Politik und Nachbar_innen

Es gibt weitere Unterstützung, eine Pressemitteilung von den LINKEn, die sich hier in voller Länge nachlesen lässt. Darin heißt es unter anderm

„Dass eine friedliche Nutzung eines ungenutzten Gebäudes derartig kriminalisiert wird, ist schwer zu vermitteln,“ betont Sprecherin Iris Toulas. „Eine schnelle Lösung für die BewohnerInnen und eine Rücknahme der Strafanzeige ist in Anbetracht der breiten Sympathiebekundungen für ein solches Projekt auch für die Politik angezeigt.“

Bereits letzte Woche schrieben Nachbarn aus der Sibeliusstraße einen Brief an die BImA:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit zwei Wochen ist ein Haus in der Grawertstraße belebt. Als Nachbarn freuen wir uns sehr darüber. Es ist wirklich nicht besonders angenehm, über Jahre auf dem Weg nach Hause durch eine ausgestorben wirkende Siedlung gehen zu müssen. Auch Besucher sprachen uns immer wieder darauf an, wie gespenstisch sie den Weg zu uns fanden.

Wenn man weiß, wie viele Familien und Studierende in Münster vergeblich bezahlbaren Wohnraum suchen, so ist dieser jahrelange Leerstand von so vielen Wohneinheiten wirklich ein Skandal!
Es wurde also höchste Zeit, dass sich jemand dieses Missstandes annahm, eine breitere Öffentlichkeit von diesem Problem erfahren konnte und dass beispielhaft und konkret gezeigt wird, wie eine Nutzung der Häuser aussehen kann.

Nun begegnen uns freundliche, offene junge Menschen, die den Kontakt zur Nachbarschaft suchen und die ein attraktives und sehr einladendes Kulturprogramm auf die Beine stellen. Wir empfinden das als ausgesprochene Bereicherung unseres Viertels und wünschen uns, dass auch die anderen leer stehenden Häuser der Grawertstraße endlich wieder bewohnt werden.

Da die Britischen Streitkräfte nun die Häuser zurückgegeben haben, ist jetzt der Zeitpunkt, um die Weichen richtig zu stellen: für guten und preiswerten Wohnraum statt Vermarktung um jeden Preis. Bei einem Besuch in dem bewohnten Haus konnten wir uns davon überzeugen, dass es gut geeignet ist als Wohnraum für Lebensgemeinschaften oder auch für Familien.

Wir fordern Sie auf: Verhandeln Sie mit den Bewohner/innen der Grawertstraße über die weitere Nutzung des Hauses! Entwickeln Sie Konzepte, die eine sozialverträgliche Nutzung der weiteren Häuser der Grawertstraße sicherstellen! Es gäbe einige Möglichkeiten, die Häuser in der Grawertstraße für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln verfügbar zu machen. Wir können uns vorstellen, dass z. B. das Studentenwerk oder der Wohnungsverein von 1895 e. V. hier geeignete Partner sein können. Der Arbeitskreis „Zukunft der Grawertstraße“ entwickelt zur Zeit weitere Ideen. Nutzen Sie die Fantasie der Bewohner/innen der Grawertstraße und der Nachbarschaft!

Ziehen Sie die Strafanzeige zurück! Respektieren Sie die Belebung der Grawertstraße!

Mit freundlichen Grüßen, xxx

Unterstützung aus der Politik

Die Gespräche mit Mitgliedern der Ratsfraktionen vom vergangenen Freitag zeigen Wirkung. Wir dokumentieren hier eine Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion.

SPD will preisgünstigen Wohnraum an der Grawertstraße erhalten
Stadteigene Wohn+Stadtbau könnte Wohnungen ankaufen

Mit Verwunderung und Verärgerung nimmt die SPD-Ratsfraktion die Situation an der Grawertstraße zur Kenntnis. Es sei in Münster nicht hinnehmbar, dass wohnungssuchenden Menschen dringend benötigter preisgünstiger Wohnraum durch Leerstand vorenthalten wird, verdeutlicht der planungspolitische Sprecher Karl-Heinz Winter.

Zum Hintergrund: In den letzten Tagen wurde öffentlich bekannt, dass an der Grawertstraße etwa 50 Familienwohnungen, die dem Bund gehören, seit langem leer stehen. Die Wohnungen wurden früher von Familien britischer Militärangehöriger genutzt. Zwischenzeitlich sollen die britischen Streitkräfte den Nutzungsanspruch an den Bund zurück gegeben haben.

„Dass eine Gruppe junger Menschen nun diesen nicht hinnehmbaren Zustand öffentlich gemacht hat, verdient Achtung“, so Winter, der sich gemeinsam mit seiner SPD-Fraktionskollegin Maria Winkel bereits vor Ort ein Bild gemacht hat. „Wir erwarten und hoffen, dass die Situation in der Grawertstraße von den beteiligten Behörden und Einrichtungen mit den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern friedvoll gelöst wird.“

Die SPD-Fraktion wird die Stadtverwaltung nun bitten, sofort mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Gespräche aufzunehmen. Ziel müsse sein, die Wohnungen an der Grawertstraße als preisgünstigen Wohnraum für junge Familien und junge Menschen zu erhalten. Mit der konkreten Umsetzung, des Ankaufs und der Verwaltung, soll nach SPD-Vorstellungen die stadteigene Wohn+Stadtbau beauftragt werden.

Ruhiges Wochenende

Wir haben nach dem anstrengenden Freitag mit der Fahrt zur BImA und Treffen mit verschiedenen Ratsmitglieder ein nun ruhiges Wochenende verbracht. Die Ratsmitglieder wollen sich Montag abend in Fraktionssitzungen noch beraten, ob sie hinsichtlich der Grawertstraße etwas unternehmen.
Beim Nachbarschaftskaffee filmte heute SAT1, vielleicht lässt sich morgen die Grawertstraße im Fernsehen bewundern. Jetzt ist es ruhig in der Straße, wir warten voll Spannung auf die nächste Woche. Morgen abend laden wir ein zum Vortrag zum Häuserkampf in Münster, um 20.30 Uhr.