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Offene Gemeinschaftskreis am 29.04 – Was wird aus der Grawertstraße in Münster: Chancen für ein Wohnprojekt?

Aus aktuellem Anlass wird sich auch der offene Gemeinschaftskreis mit Ideen und Visionen für das Projekt Grawertstraße befassen.

Freitag, 29.April um 19-21 Uhr
Dahlweg 73, Bewohnertreff (Südviertel).

Treffen zur Zukunft der Grawertstraße

Hallo liebe Interessierte,
hier nur die kurze Info:

Das Treffen zur Zukunft der Grawerstraße findet am Dienstag um 19h in der Sibeliusstraße 22 statt.

Wir freuen uns auf euch!

;-)

Demobericht und nächste Termine

Nach einer kleinen Nachbesprechung versammelten sich um 20 Uhr vor der Grawertstraße 34 etwa 80 Menschen. Der Anblick der nun wieder leeren Wände und leeren Häuser war schwer, soviel erneuter Leerstand und bis auf Eigentumsrechte keine Begründung, warum wir gehen mussten. Kurz erzählten einige Menschen von dem Ablauf am Morgen und dann ging es hinter dem Transparent mit der Aufschrift „Ihr könnt die Blüten abschneiden, aber den Frühling nicht verhindern“ los – zunächst ohne Polizeibegleitung. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ging es lautstark weiter mit „Miete verweigern, Kündiung ins Klo, Häuser besetzen sowieso“, irgendwann tauchte dann vorne und hinten Polizeibegleitung auf. Weiter ging es über den Ring mit einem großen Stau hinter uns zum Polizeipräsidium, wo heute Vormittag die drei Geräumten erkennungsdienstlich behandelt wurden, das heißt es wurden Fotos gemacht und Finger- und Handabdrücke genommen, Prognose „Wiederholungsgefahr“. Danach zogen wir zur Grevener Straße, wo 2007 und 2009 jeweils Häuser geräumt und abgerissen wurden. Schließlich endeten wir nach Passieren der Frauenstraße 24, die nach zehn Jahren Tauziehen legalisiert wurde, vor dem Rathaus, aus dem uns die Politiker_innen nicht helfen wollten.

Angekündigt wurden dann noch die nächsten Termine, da wir uns noch nicht geschlagen geben:

Sonntag, 17.4. 16 Uhr auf der Grawertstraße: Nachbarschaftskaffee (Decken, Stühle, Kuchen, Heißgetränke etc. mitbringen)

Dienstag, 19.4. 19 Uhr Treffen des AK Perspektive der Grawertstraße, den genauen Ort geben wir noch auf dieser Homepage bekannt, aber schließlich steht die Grawertstraße immer noch bzw. wieder leer und es ist noch Platz für die Umsetzung unserer Konzepte.

Sonntag, 8.Mai Verspätetes Ostereiersuchen in den Gärten der Grawertstraße

Außerdem wurde noch eine Freiraum-Ralley im Juni angekündigt.

Wenn ihr noch Fotos von der Demo habt, schickt sie uns bitte, dann ergänzen wir sie hier: grawertstrasse at riseup dot net

PM: Trotz Räumung: Verhandlungen über Wohnkonzept mit Kommune gehen weiter

Heute morgen um neun Uhr wurde das soziale Wohnprojekt der Grawertstr. 34 von der Polizei geräumt. Nach fast drei Wochen, in denen viele Menschen vorbei kamen und sich über die Belebung der Straße freuten, hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die Grawertstraße nun polizeilich räumen lassen. Das und die konsequente Verweigerung jeglicher Verhandlungen enttäuscht die ehemaligen Bewohner_innen sehr: „Für uns ist es unverständlich warum dieser drastische Schritt nun doch vollzogen wurde, gerade zu einem Zeitpunkt, an welchem die Verhandlungen mit der Stadt Münster angefangen hatten, konstruktiv zu werden. Wir sind traurig und wütend, aber wir werden Leben in die Grawertstraße bringen.“

Mit dem Rausschmiss ist die Diskussion um die Grawertstraße jedoch nicht beendet, nach der Freigabe durch die britischen Streitkräfte, die bereits erreicht wurde, ist noch viel möglich.
„Auch wenn wir nun nicht mehr vor Ort sind, werden uns doch weiterhin für die offene Beteiligung bei den Planungen zur Nutzung der Grawertstraße einsetzen.“, so ein Beteiligter. Nach ermutigenden Gesprächen mit verschiedenen kommunalen Vertretern freuen sich zahlreiche Menschen auf konstruktive Verhandlungen mit der Wohn+Stadtbau. Dort wünschen sie sich, dass das Gesamtkonzept von selbstbestimmtem Wohnen umgesetzt wird und sogleich der Aspekt des bezahlbaren Wohnraums für die gesamte Grawertstraße erhalten bleibt.
Momentan fehlen in Münster nach den Berichten der letzten Tage zahlreiche Wohnungen. Dies bestätigt die ehemaligen Bewohner_innen in ihrem Tun.

„Wir fühlen uns wohl und erfahren viel Unterstützung aus der Nachbarschaft. Zu unseren wichtigsten Anliegen zählen ökologisches, integratives und generationenübergreifendes Wohnen und dass die Grawertstraße gemeinsam kreativ zu einer autofreien Siedlung umgestaltet wird“, so eine der kreativen Köpfe des Projektes. Das Programm war gut besucht und zog stets neue Menschen mit neuen Ideen an. So wurde Kultur selbst gestaltet und gelebt. Heute Abend um 20 Uhr in der Grawertstraße wird ein Treffen stattfinden und in den nächsten Tagen wird überlegt, wie weiter die Zukunft gestaltet werden kann.

Bild von der Räumung

hope

Military Police

Anderes Haus

GERÄUMT

Heute morgen um 9 Uhr wurde die Grawertstraße von der Polizei geräumt. Wir sind traurig und wütend, dass offensichtlich eine politische, einvernehmliche Lösung nicht erwünscht war. Zugleich sind wir zuversichtlich das unsere Ideen und Konzepte weiter diskutiert werden und werden daher auch mit der Wohn+Stadtbau sprechen.

Die drei Menschen, die zum Zeitpunkt der Räumung im Haus waren, sind wieder frei.

Wir treffen uns mit allen, die Lust haben, das weitere Vorgehen mitzudiskutieren um 20 Uhr vor dem Haus, also in der leeren Grawertstraße.
Wir machen je nach Lust und Laune der Menschen eine Demo, um unsere Wut rauszuschreien.