PM: Keine Gesprächsbereitschaft der BImA in Dortmund

Heute morgen ist eine Gruppe von Sprecher_innen des Plenums der Grawertstraße gemeinsam mit Unterstützer_innen nach Dortmund gefahren, um vor Ort mit zuständigen Personen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in ein konstruktives Gespräch über die legale, sinnvolle Nutzung der Häuser in der Grawertstraße zu kommen.

Die Gruppe wurde zu ihrer Überraschung mit großen Polizeipräsenz vor dem Gebäude der BimA bereits erwartet. „Wir sind verwundert,“ gibt eine Sprecherin des Plenums offen zu, „wir suchen ein persönliches, offenes Gespräch mit einer Behörde und werden seitens der Zuständigen mit Unterstützung der Polizei auf Distanz gehalten“.
Im Verlauf kam es so auch mit dem zuständigen Sachbearbeiter Herrn Hubert Hoppe zu keinem konstruktiven Gespräch. Er äußerte sich ablehnend, schien jedoch auch über frühere Aussagen der BimA-Verwaltungszentrale in Bonn nicht informiert zu sein. Diese ließ verlauten, dass über eine Zwischennutzung nachgedacht werden könnte. Verunsichert nahm Herr Hoppe eine vorbereitete Mappe der Sprecher_innen entgegen, legte sie jedoch schnell wieder auf den Boden vor deren Füße. Mit den darin enthaltenen, detailreichen Vorstellungen des Projekts, Fotos, Presseartikeln und Zukunftsplanungen wollte er sich nicht beschäftigen und verschwand wieder im Haus. „Das ist schon frustrierend,“ meint ein Sprecher des Plenums, „wenn wir mit Ideen des Plenums und einer grundlegenden Bereitschaft, symbolische Miete für die drei Monate Zwischennutzung bezahlen zu wollen, so rundweg abgelehnt werden“. Die Zwischennutzung erhoffen sich die Bewohner_innen vor allem deshalb, um bis Juni tragfähige Konzepte für eine sozial-ökologische Nutzung gemeinsam ausarbeiten zu können. Hierfür wäre ein gemeinsamer Vernetzungspunkt wie es die Grawertstraße 34 in den letzten Wochen geworden ist, äußerst wichtig. „Letztlich profitiert die BimA gerade von der Bewohnung und der dadurch angestoßenen Rückgabe der Gebäude und sollte sich deshalb erst recht um eine soziale Nutzung bemühen“, so eine Unterstützerin.
Im Gespräch mit weiteren Anwesenden erfuhr die Gruppe, dass Frau Roschig in der höheren Dienststelle in Bonn eine weitere Ansprechpartnerin darstellen könnte. Im Plenum wird nun über diese Option weiter beraten. „Wir hoffen, dass die Behörden doch noch konstruktive Gespräche aufnehmen werden, vernetzen uns weiterhin mit Politik und interessierten Gruppen und arbeiten an positiven Konzepten für die lebendige Nutzung der Grawertstraße“, fasst ein Unterstützer die Stimmung nach dem Besuch zusammen. Über öffentliche und private Unterstützung und Solidarität in dieser, immer noch von Räumung bedrohten Situation, würden sich die Bewohner_innen sehr freuen.

BImA Transpis Dortmund

Herr Hoppe