7. April: Briten geben die gesamte Grawertstraße zurück – weitere Aktionen

Die Bewohner_innen der Grawertstraße wünschen sich eine breite, öffentliche Auseinandersetzung über den Leerstand in der Grawertstraße und generell über der Wohnungssituation in Münster. Durch den öffentlichen Einzug wurde bereits erreicht, dass die Britische Armee alle ihr zur Verfügung gestellten Häuser in der Grawertstraße an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zurückgeben will. Damit ist es nun ein rein politische Entscheidung, was auf den Häusern wird.

Gemäß des Vertrags zwischen den Britischen Streitkräften und der BImA werden die 50 Wohnungen in frühestens 90 Tagen an die BImA zurückgegeben. Für diese Zeit besteht für beide Seiten also ganz offensichtlich kein Nutzungsinteresse. Es ist daher unverständlich, warum die BImA mit Hilfe der Polizei eine Räumung der Häuser durchsetzen will.

„Da uns die sicherlich ergangenen Angebote der BImA, mit uns über eine Nutzung zu verhandeln, bisher nicht erreicht haben, haben wir uns nun entschlossen, selber einen Verhandlungstermin festzulegen und die BImA in Dortmund zu besuchen. Eine Verhandlungsdelegation wird Freitag um 10 Uhr den Termin wahrnehmen und versuchen mit der BImA eine Verhandlungsgrundlage zu schaffen.“, so eine Bewohnerin.

Die Häuser in der Grawertstraße stehen seit Jahren leer. „Es geht jetzt darum sicherzustellen, dass die Grawertstaße tatsächlich in günstigen Wohnraum umgeformt wird und die zahlreichen erarbeiteten Ideen umgesetzt werden können“, betont eine Teilnehmerin des Perspektiven-Arbeitskreises.

Da der Zuspruch weiterhin sehr groß ist und immer mehr Unterstützer der Bewohnung der Grawertstraße sich zu Wort melden, wird das Kulturprogramm fortgesetzt. Auch an diesem Sonntag nachmittag wird wieder zu einem Nachbarschaftskaffee, diesmal mit einem Theater-Workshop für Kinder und Zauberer, eingeladen.


1 Antwort auf „7. April: Briten geben die gesamte Grawertstraße zurück – weitere Aktionen“


  1. 1 alphaLyncis 08. April 2011 um 7:55 Uhr

    Gute Arbeit – weiter so!
    Hoffen wir, daß der Erlenbusch nicht im Gegenzug klammheimlich „abgewickelt“ wird, nur weil Gremmendorf für Studenten nicht so günstig liegt… ;)

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