3. Pressemitteilung

Grawertstraßen-Bewohner_innen suchen Kontakt zu Eigentümer_innen und setzen ihr Kulturprogramm fort

Seit vergangenem Freitag leben in der ansonsten leer stehenden Grawertstraße junge Menschen, weil sie keine günstigen Wohnungen finden und auf den Leerstand in Münster hinweisen wollen. Der Mangel an günstigem Wohnraum ist für viele Menschen in Münster, egal ob alt oder jung, spürbar. „Dabei gibt es viele Leute, die es noch viel schwieriger haben als wir, eine Wohnung zu finden, zum Beispiel Flüchtlinge.“, so ein Bewohner der Grawertstraße, „Wir möchten zusammen leben, ökologische Projekte verwirklichen und eine Plattform für politische Diskussionen und soziale Angebote bieten.“

Die Bewohner_innen der Grawertstraße bemühen sich weiter den Kontakt mit der britischen Armee und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auszubauen. In einem telefonischen Gespräch mit einem Vertreter der britischen Armee wurde mitgeteilt, dass die Armee „nicht zuständig“ sei. Ein direkter Kontakt mit der BImA war der Gruppe der Grawertstraße bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Um den Dialog weiter in Gang zu bringen wurden nun Briefe an die britische Armee und die BImA verschickt. Bei Anfragen an die BImA durch Nachbar_innen und durch die jetzigen Bewohner_innen vor dem 25.3.2011 erwiderte die BimA, dass die Häuser nicht zu vermieten seien. Bei den Stadtwerken meldete sich die Gruppe aus der Grawertstraße bereits förmlich an und wird den Kontakt weiter ausbauen.

Um Alternativen zu dem Leerstand zu entwickeln und eine künftige, soziale und bunte Nutzung der Grawertstraße zu ermöglichen, fand am Mittwoch ein erstes Treffen der Perspektiven-Arbeitsgruppe statt.
Zu den nächsten Treffen der AG sind alle Interessierten eingeladen. Die Termine werden auf der Homepage www.grawertstrasse.blogsport.de veröffentlicht.

Das Veranstaltungsrogramm wird sich weiter fortsetzen, unter anderem mit kostenlosem Nachhilfeunterricht am Donnerstag, dem 31. März. von 15 bis 17 Uhr, einem weiteren Nachbarschaftscafé am Sonntagnachmittag, sowie einem englisch-deutschen Literaturabend am Dienstag, dem 5. April. Das Haus steht Nachbar_innen und Interessierten weiterhin jederzeit offen.